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Pressefreiheit: Deutschland fällt auf den 23. Platz

veröffentlicht am 24.10.2006 18:30 Uhr in Print

Die Journalistenorganisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG) sieht eine alarmierende "Aushöhlung der Pressefreiheit" in den USA, Frankreich und Japan. Deutschland fiel nach der Cicero- und der BND-Affäre in der weltweiten Rangliste zur Pressefreiheit vom 18. auf den 23. Platz zurück. In Deutschland war ans Licht gekommen, dass der Bundesnachrichtendienst (BND) über Jahre hinweg Journalisten illegal überwachte. Beim Magazin "Cicero" gab es Redaktions- und Hausdurchsuchungen. Ein Verfahren wegen Beihilfe zum Geheimnisverrat unter anderem gegen den Journalisten Bruno Schirra wurde inzwischen eingestellt. "Der Zugang zu Daten ist – trotz Verabschiedung des Informationsfreiheitsgesetzes – zum Teil immer noch erschwert", heißt es zur Situation in Deutschland.
Am schwierigsten sei die Situation für Journalisten in Eritrea, Turkmenistan und dem Schlusslicht Nordkorea. Dort sei Pressefreiheit ein Fremdwort, erklärte die Organisation in Berlin und Paris. Russland belegt den 147. Platz unter den 166 Ländern. Der Erfassungszeitraum endete im August, noch vor dem Mord an der kritischen Journalistin Anna Politkowskaja.
Die USA rutschten gegenüber dem Vorjahr um neun Plätze ab und belegen nun den 53. Rang. In mindestens 17 US-Bundesstaaten werde der Quellenschutz abgelehnt.
In Frankreich (Rang 35) hätten Redaktions- und Hausdurchsuchungen zugenommen. In Japan bedrohten zunehmender Nationalismus und das System der exklusiven Presseclubs die demokratischen Standards. Das Land fiel um 14 Plätze auf Rang 51 der Liste, die zum fünften Mal erstellt wurde.
Nach wie herrscht in den nordeuropäischen Ländern Finnland, Irland, Island und den Niederlanden, die große Freiheit für Journalisten. Die vier Staaten teilen sich den ersten Platz. Dänemark verlor den Spitzenplatz nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen im Herbst 2005. Autoren wie Journalisten wurden bedroht und mussten Polizeischutz beantragen. Bewertet wurden Daten zu 50 Fragen aus den 166 Ländern.

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Bauer startet "eGames"

Bauer startet "eGames"

veröffentlicht am 24.10.2006 18:30 Uhr in Print

Mit eGames bringt die Bauer Verlagsgruppe am 25. Oktober ein Magazin für Online-Gamer auf den Markt. Wie das Branchenmagazin W&V bereits im August berichtete, richtet sich der neue Titel an die wachsende Gruppe der eSportler, Online- und Muliplayer-Spieler. Neben Nachrichten aus der Spieler-Community sowie Berichten und Analysen über die wichtigsten Spiele werden die Stars und Profispieler auf bildlastigen Szeneseiten vorgestellt. "eGames" startet mit einer Druckauflage von 200.000 Exemplaren, der Anzeigenpreis liegt nach Verlagsangaben in der Startphase bei 5.000 Euro pro Seite.

10 Jahre "Geolino": Kindermagazin erscheint als Jubiläumsheft

veröffentlicht am 24.10.2006 18:30 Uhr in Print

Zum 10-jährigen Geolino-Jubiläum bringt der Verlag Gruner + Jahr eine 84 Seiten starke Geburtstagsausgabe heraus. Das Kindermagazin wird neben neuen Inhalten und Mitmachaktionen laut Verlag auch den ersten Kinder-Wertemonitor präsentieren. In Zusammenarbeit mit Unicef wurden knapp 1.000 Mädchen und Jungen gefragt, was in ihrem Leben wirklich wichtig ist und welche Kinderrechte für sie besonders zählen.
Die Kinderzeitschrift "Geolino" erschien erstmals im November 1996. Den Anstoß dafür gab der 50. Geburtstag des Kinderhilfswerks Unicef. Seit dem Start sind insgesamt 90 "Geolino"-Ausgaben erschienen. Laut den aktuellen IVW-Zahlen verkaufte das Magazin im dritten Quartal dieses Jahres 256.090 Exemplare.

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Jan Paulus wird Generalsekretär bei Super RTL

veröffentlicht am 24.10.2006 18:30 Uhr in TV/Radio

Jan Paulus, 31, übernimmt ab sofort die Position des Generalsekretärs beim Sender Super RTL. In dieser Funktion verantwortet er die Bereiche Recht, Verbandsarbeit, Medienpolitik und übernimmt unternehmensweite Sonderaufgaben für die Geschäftsführung. Er berichtet an Geschäftsführer Claude Schmit. Paulus war zuvor bei Super RTL als Assistent der Geschäftsführung für die Büroleitung verantwortlich.

RTL Group hat Expansionsschwierigkeiten

veröffentlicht am 24.10.2006 18:30 Uhr in TV/Radio

Die Expansionspläne des Fernsehkonzerns RTL Group in Osteuropa sowie Spanien und Portugal sind ins Stocken geraten. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Dienstagsausgabe) verzögert sich der seit Monaten geplante Einstieg der RTL Group beim Sender Polsat wegen Unstimmigkeiten um die Entsendung eines RTL-Vertreters in das Führungsgremium des Senders. Für die RTL Group hätten die Pläne in Polen "erste Priorität", sagte ein Beteiligter der "FTD". Offiziell will der Konzern die Verhandlungen nicht kommentieren. RTL ist mit 30 Prozent am russischen Sender Ren-TV beteiligt und ist seit Jahren in Ungarn vertreten. Ein Lizenzerwerb in Serbien scheiterte.
Auch in den wichtigen Medienmärkten Spanien und Portugal komme der Konzern bislang nicht über Minderheitsanteile hinaus, hieß es bei der "FTD". An Antena3 in Spanien sei die Gruppe mit 17,2 Prozent beteiligt. In Portugal halte sie 33 Prozent an Media Capital, dem Eigner des Senders TVI.

Eurosport weitet Motorsport aus

veröffentlicht am 24.10.2006 18:30 Uhr in TV/Radio

Zwei neue Motorsport-Rennserien sind 2007 live bei Eurosport im Programm: die International Formula Master Rennserie und die Intercontinental Rally Challenge (IRC). Beide Serien werden vom europäischen Sportkanal produziert und live in 55 Länder übertragen. Als Produzent halte Eurosport auch jeweils die weltweiten TV-Lizenzrechte der beiden Rennserien, heißt es in einer Mitteilung des Sportkanals.

Tele 5 blendet erneut einen Abend Werbung aus

veröffentlicht am 24.10.2006 18:30 Uhr in TV/Radio

Der Sender Tele 5 veranstaltet am 27. Oktober zum dritten Mal in diesem Jahr einen ganzen Filmabend ohne Werbeunterbrechung: Gezeigt werden "Das Geld anderer Leute", "Blue Steel" und "Die Unzertrennlichen". Moderiert wird der Abend von Miriam Pielhau.

IP startet Vermarktung neuer RTL-Pay-Sender

veröffentlicht am 24.10.2006 18:30 Uhr in TV/Radio

IP Deutschland, Vermarkter der RTL-Familie, baut mit den neuen Pay-TV-Angeboten RTL Living, Passion und RTL Crime sein Portfolio aus. Ab 1. Januar 2007 übernimmt die IP exklusiv die Vermarktung der neuen Zielgruppensender. Für sie werden Werbemöglichkeiten entwickelt, die laut IP "die Besonderheiten der thematischen Ausrichtung, des Empfangs und der Zielgruppen berücksichtigen".
Klassische Werbespots laufen demnach zwischen zwei Programmen, um für die Zuschauer unterbrecherfreies Programm zu gewährleisten. Die Länge der Werbeblocks wird auf zwei Minuten begrenzt. Verschiedene Spotpackages, mit einer Mindestbuchungsdauer von jeweils einer Woche, werden nach Zeitschienen oder Themen verkauft und sorgen für einfache Handhabung. Neben klassischer Werbung werden auch Sonderwerbeformen, wie das Sponsoring von Programmhöhepunkten, Themen-Reihen oder Rubriken und flankierende Online-Werbung auf den drei Internetpräsenzen der Sender angeboten. Das Produktmanagement verantwortet die Abteilung "Marketing neue Projekte" unter der Leitung von Andrea Kaul.
Florian Ruckert, Geschäftsleiter Marketing IP: "In der digitalen Zukunft werden die erfolgreichen ‚Marken-Leuchttürme’ wie RTL und Vox durch hochwertige Zielgruppenprogramme ergänzt, die schnell ihr Fanpublikum finden werden." Ruckert erwartet, "neue, spitze Zielgruppen im Werbemarkt erschließen zu können". RTL Living, Passion und RTL Crime starten am 1. Dezember via Satellit, Kabel und DSL. Die zwei fiktionalen Sender und der Lifestylekanal zeigen deutsche und ausländische Produktionen. Bei Passion, einem Joint Venture mit der UFA Film & TV Produktion, laufen Telenovelas, Soaps und Serien aus Deutschland, Südamerika und den USA.

OLG bestätigt Kartellamts-Beschluss zu Lottovertrieb

veröffentlicht am 24.10.2006 18:30 Uhr in TV/Radio

Das OLG Düsseldorf hat die sofortige Umsetzung des Bundeskartellamtsbeschlusses von Ende August in allen wesentlichen Punkten bestätigt. Somit bleibt die Beschwerde des Deutschen Lottoblocks gegen den Sofortvollzug ohne Wirkung. Die Lottogesellschaften sind ab sofort wieder dazu verpflichtet, Spielscheine aus dem Stationärvertrieb des privaten Anbieters Fluxx entgegenzunehmen. Weiterhin bekräftigt das OLG, dass Lottogesellschaften Verträge nicht ohne sonstigen Anlass allein deshalb kündigen dürfen, weil ordnungsbehördlich zugelassene Glücksspiele über terrestrische Vermittlungsstellen vermittelt werden. Darüber hinaus hat das OLG entschieden festgehalten, dass auch der neue Lotteriestaatsvertrag an den Maßstäben des europäischen Kartellrechts zu messen ist. Danach sind private Anbieter wie in anderen Ländern auch rechtens.
Die Länder hatten sich letzte Woche dazu entschlossen, am Lottomonopol festzuhalten und unter anderem private Anbieter von Sportwetten wie Bwin zu verbieten. Nach einer Anhörung wollen die Ministerpräsidenten der Bundesländer auf ihrer Konferenz im Dezember den neuen Staatsvertrag verabschieden.

Auch Vergabe des BPA-Mediaetats an Carat wird vom Kartellamt überprüft

veröffentlicht am 23.10.2006 18:30 Uhr in Advertising

Bei dem Ausschreibungsverfahren um den Mediaetat des Bundespresseamts (BPA) ist zunächst die Agentur Carat als Sieger hervorgegangen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Doch wie beim Klassiketat hat jetzt ein Pitchteilnehmer eine Beschwerde beim Kartellamt eingereicht. Denn nicht nur Ex-CEO Alexander Ruzicka steht unter Beschuss, laut "Spiegel" wird derzeit gegen insgesamt 13 Beschuldigte ermittelt. Diese Verdachtsmomente stellten der "SZ" zufolge einen "Mangel an Zuverlässigkeit" dar, der erst ausgeräumt wäre, wenn sich die erhobenen Vorwürfe als unberechtigt herausstellten, meint der Rechtsbeistand des ehemaligen Etathalters Mediafabrik in Berlin. Carat arbeitet auch als Mediaagentur der CDU-Parteizentrale.

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