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Lena Herrmann veröffentlicht am 07.02.2012 14:20 Uhr in Blog
Von: Lena Herrmann

VWs Super Bowl-Spot: Und der Hund ist noch besser als der Mini-Darth-Vader!

Endlich, endlich ist das heiß ersehnte Super-Bowl-Finale in den Vereinigten Staaten über die Bühne gegangen. Und während hierzulande immer noch niemand weiß, wie das Spiel eigentlich ausgegangen ist beziehungsweise, welche Mannschaft überhaupt gegen die andere angetreten ist, wurden die Spots bereits im Vorfeld des Sportereignisses heiß gehandelt. Kein Wunder, so wie die Oscar-Anwärter ihre erste Duftmarke bei den ein paar Wochen zuvor vergebenen Golden Globes setzen, so entwickelt sich der Werbeblock während des Sport-Großereignisses immer mehr zum Schaulaufen für die Film-Löwen in Cannes.

2011 konnte die Agentur Deutsch aus Los Angeles mit der Darth-Vader-Miniatur "The Force" nicht nur die Zuschauerherzen des Super Bowls und im Anschluss die Youtube-Gemeinde für sich gewinnen. Auch die Juroren in Cannes begeisterten sich für die Mini-Ausgabe des schwarzen Star-Wars-Bösewichts. Gold gab es von der Jury für die gute Idee und die hervorragende Exekution.

Wird das auch in diesem Jahr so sein? Ohne Frage geben die Unternehmen immer mehr Geld aus, um in der Werbepause unter der starken Konkurrenz hervorzustechen. Dabei wächst die Erwartungshaltung: VW muss unbedingt nachlegen, die Konkurrenz den Wolfsburger Autobauer am liebsten überflügeln. Kleinere Anbieter, die sich kreativ nicht total ins Zeug legen, können sich das Budget inzwischen fast sparen, so hoch sind schon Anspruch und Erwartungen während der Sportnacht des Jahres. Der Vorteil für diejenigen, die in Cannes in der Jury sitzen: Bei den Spots handelt es sich definitiv nicht um eine Idee, die nie das Licht der Welt erblickt hat. Im Gegenteil.

Die eine oder andere Kampagne ist mit Sicherheit dabei, die dieses Jahr auch auf den internationalen Werbefestivals eine Chance hätte. Angefangen mit der von Hunden gebellten und geheulten Titelmelodie der Star-Wars-Saga, die lediglich als Teaser zum Einsatz kam. Und auch der endgültige Spot ist ein gutes Stück Werberhandwerk.

Klar, alle, die sich den kleinen, putzigen Darth Vader zurückwünschen, können mit dem neuen Spot wenig anfangen. Dabei zeigt Deutsch mit dem Film, dass sie in der Lage ist, in 116 Sekunden eine tolle Geschichte zu erzählen. Erst der Hund, der sich mit Fasten und Gymnastik in Form bringt, um mit dem neuen, sportlichen Volkswagen Beetle mithalten zu können. Dabei immer wieder zitierte Einstellungen aus dem letztjährigen Spot. Und dann der Bruch in der Geschichte, der Schwenk in die Bar, die Auflösung: Bolt der Hund als Testimonial eines Spots im Spot. Gesehen von der gesamten Star-Wars-Crew, die sich mit ihren Mitteln darüber unterhält, welcher Spot der bessere ist. Hund gegen Darth Vader: Deutsch nimmt mit dem eigenen Spot die Diskussion um den besseren Spot bereits voraus und schlägt eine elegente Brücke zum vergangenen Jahr ohne den Erfolg und die Art des Spots nur langweilig widerkauen zu wollen. Das ist witzig, das ist ein intelligenter Schachzug, das ist unterhaltsam und das ist brilliant. Auch, wenn man ein bisschen drüber nachdenken muss. Ganz großes Kino. Man sieht sich in Cannes.

Schlagworte: Super Bowl Darth Vader Deutsch VW

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